Kinder sind kleine Teufel, wenn sie keine Regeln kennen. Das haben bereits viele Autoren festgestellt, die sich mit Kinderpsychologie befassen. Kinder sind reizende Geschöpfe, die jedoch ohne die richtige Erziehung das Leben eines Erwachsenen zerstören können. Damit das auf keinen Fall passiert, sollte sich früh genug damit befasst werden, als Elternteil konsequent zu sein. Im besten Fall spricht man sich mit dem Partner ab, wie diese Konsequenz genau aussehen sollte.

Bestrafungen müssen sein

Kinder, die nicht hören, werden auch nicht belohnt. Das ist eine Regel, die nicht nur logisch ist, sondern oft gerne vollzogen wird. Das Problem bei der Sache ist jedoch nicht die Bestrafung an sich, sondern die Art des Umgangs. Wird ein Kind nach einer bestimmten Tat bestraft, muss es verstehen lernen, wieso diese Handlung nicht korrekt war. Viele Eltern vergessen, mit ihrem Kind zu kommunizieren. Das Kind weiß somit gar nicht, was es eigentlich falsch gemacht hat und wieso es bestraft wird. Das ist vor allem bei Kindern der Fall, die noch nicht in die Grundschule gehen. Kinder unter sechs Jahren wissen oft nicht, was richtig und was falsch ist. Eltern dürfen in diesem Alter nicht zu streng sein und müssen ihre Kinder entsprechend auf das richtige Verhalten verweisen. Bestrafungen, wie Entzug von Taschengeld oder Fernsehverbot sollten erst in den weiteren Altersstufen folgen.

 

Altersstufen überprüfen

Bevor im Internet wild nach Bestrafungen für Kinder geschaut wird, sollte hinterfragt werden, wann Bestrafungen angebracht sind und wie diese aussehen sollen. Bei falschen Verhalten, die mehrmals im Vorhinein besprochen worden sind, sind Bestrafungen als kleine Denkzettel zu werten. Diese sollen die Kinder weder verletzen, noch in irgendeiner Art kränken. Dazu ist zu erwähnen, dass Kinder Bestrafungen nicht als Demütigung empfinden dürfen. Sogar die Bloßstellung der Kinder vor anderen Personen kann als dauerhaftes negatives Verhalten im Gehirn gespeichert werden, was die Kinder ein ganzes Leben weiter verfolgen wird. Die Störung durch Bestrafungen ist dabei so gering zu halten, wie es nur geht. Wiederholtes falsches Verhalten sollte durch Entzug von bestimmten Spielsachen erfolgen, die nach einer bestimmten Zeit wieder ausgehändigt werden. Ältere Kinder müssen natürlich auf eine andere Art Gehorsam lernen. Das bedeutet, dass Eltern durchaus die Möglichkeit haben, geliebte Dinge wie das Smartphone zu entwenden oder gar eine Ausgangssperre zu setzen. Die Kinder sollten wissen, wo ihre Grenzen sind und wann diese zu sehr überspannt wurden.